Neugründung MOMEM

 

Frankfurt bekommt das „MOMEM - Museum of Modern Electronic Music“

Der Verein Friends of MOMEM e.V. stellte bei einer Pressekonferenz im Rahmen der Musikmesse Frankfurt 2015 und erneut bei einer Pressekonferenz Anfang 2018 ein weltweit einzigartiges Kultur- und Musikprojekt vor: Mitten in Frankfurt, wo Techno seinen Ursprung hat, soll das „MOMEM – Museum of Modern Electronic Music“ eröffnet werden. Ein neuartiges Museums- und Ausstellungskonzept lässt den Besucher die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der elektronischen Musik auf besondere Weise erfahren und nachvollziehen. 

Pressekonferenz zum ‚Museum Of Modern Electronic Music‘ (MOMEM) mit Stefan Majer, Ina Hartwig, Peter Feldmann, Alexander Azary, Kirsten Girneth, Stefan Weil und Andreas Tomalla © Amt für Kommunikation und Stadtmarketing Frankfurt am Main, Maik Reuss

Als „Sound of Frankfurt“ erlangten die neuen elektronischen Klänge in den 1990ern weltweite Bekanntheit und Anerkennung. Bereits in den 80ern hatten Frankfurter Künstler, darunter MOMEM-Mitinitiator Andreas Tomalla – besser bekannt als Talla 2XLC – mit außergewöhnlichen Techno-Veranstaltungen den Erfolg der neuen Musik-Bewegung maßgeblich mitbestimmt. Frankfurt wirkte wegweisend und innovativ in den Bereichen Techno und House-Musik und hat weltweit einen führenden Namen im Musik-Business.

Das Realisierungskonzept der Initiatoren sieht vor, die Entwicklung der elektronischen Musik mit all ihren Facetten und Einflüssen generationsübergreifend zu dokumentieren und diese dem Besucher über das Visuelle hinaus auch haptisch und besonders akustisch erlebbar zu machen. So beinhaltet das Konzept weit mehr als eine museale Umsetzung: Auf dem Programm stehen neben Lesungen und Vorträgen auch Events und Gastspiele von vorgestellten Künstlern. Zusätzlich bieten DJs und Produzenten in der angeschlossenen Akademie Workshops und Seminare für die neue Generation und geben Einblick in den Studio-Alltag.

Andreas Tomalla und Alex Azary, Initiatoren des Vereins Friends of Momem e.V. sowie Stefan Weil, als Geschäftsführer von Atelier Markgraph verantwortlich für die gestalterische Umsetzung des MOMEM, präsentierten ihr Vorhaben. Beide anwesenden Stadträte übernehmen die Schirmherrschaft des Projekts und unterstützen dieses mit großer Begeisterung ideell und kommunikativ. Die Räumlichkeiten für das MOMEM an der Hauptwache, wo bis Anfang 2018 noch das Kindermuseum angesiedelt war, stellt die Stadt zur Verfügung.

Nach dem Auszug des Kindermuseums aus der B-Ebene der Hauptwache kann dort das MOMEM, das Museum of Modern Elektronic Music, Gestalt annehmen. Bei Nacht wird das MOMEM zum Club.

Mit dem Letter of Intent zwischen dem Magistrat der Stadt Frankfurt am Main und dem Vorstand des Vereins der Freunde des Museum of Modern Elektronic Music, der am 25.11.15 unterzeichnet wurde, ist der erste Schritt in Richtung MOMEM getan.

Ein Eröffnungsdatum des MOMEM steht derzeit noch nicht fest. Unter donate.momem.org/ kann gespendet werden.

http://www.momem.org/

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MOMEM: Pressekonferenz im Rahmen der Frankfurter Musikmesse am 15.04.2015
© Friends of MOMEM e.V.