Kulturdezernat fördert Digitalprojekte städtischer Kultureinrichtungen
Die städtischen Museen und das Institut für Stadtgeschichte erhalten auch im laufenden Jahr eine Förderung über das Digitalisierungsbudget des Dezernats für Kultur und Wissenschaft. Mit den bereitgestellten Mitteln werden Digitalprojekte der Häuser gezielt und die digitale Infrastruktur als Ganzes gefördert. Vorrangiges Ziel in 2026 ist es, den Austausch von Kulturdaten über die Einrichtungen hinaus zu unterstützen und damit sammlungsübergreifende Vermittlungsansätze zu ermöglichen. Dazu gehören z.B. Biographien historischer Persönlichkeiten, digitalisierte Sammlungsobjekte oder orts- und ereignisbezogene Daten.
„Mit dieser Förderung setzen wir wichtige Impulse für Innovationen. Das entspricht unserem grundsätzlichen Anspruch, die digitale Infrastruktur des städtischen Kulturbereiches kontinuierlich weiterzuentwickeln,“, sagt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig. „Gleichsam unterstützen wir unsere Museen sowie das Institut für Stadtgeschichte konkret und niedrigschwellig bei der Umsetzung laufender Digitalprojekte. Mein ausdrücklicher Dank gilt der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, die uns dieses wertvolle Förderinstrument ermöglicht.“
Förderung soll digitale Transformation in den städtischen Museen unterstützen
Das Digitalisierungsbudget des Dezernats für Kultur und Wissenschaft soll die digitale Transformation in den Museen der Stadt Frankfurt und im Institut für Stadtgeschichte gezielt unterstützen. Förderschwerpunkte sind u. a. die Einführung häuserübergreifender Hard-, Soft- und Formatstandards, Projekte im Bereich der Sammlungsdigitalisierung und Datenbereinigung sowie die Entwicklung digitaler Vermittlungsangebote. Das Budget wurde 2020 eingeführt und beläuft sich auf 300.000 Euro pro Jahr. Es ist darauf ausgerichtet, bestehende Lücken in der allgemeinen Förderlandschaft zu schließen. Das jährliche Antragsverfahren ist unbürokratisch und niedrigschwellig.
Wertvolle Objekte wurden digitalisiert von illuminierten Handschriften aus dem Mittelalter bis hin zu Zeichnungen von Carl Theodor Reiffenstein
Mit Hilfe der bereitgestellten Mittel konnten wertvolle und deshalb selten ausgestellte Objektbestände digitalisiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hierzu zählen etwa 30 Stundenbücher – illuminierte Handschriften aus dem späten Mittelalter –, die in 2025 erstmals seit 100 Jahren in der Ausstellung „Text & Spirit“ sowie der Online-Sammlung des Museums Angewandte Kunst präsentiert werden konnten.
Im Historischen Museum Frankfurt wiederum wurden zentrale, stark nachgefragte Bestände der Grafik- und Fotografie-Sammlung erschlossen, darunter u. a. der Sammlungsbestand des Landschaftsmalers Carl Theodor Reiffenstein, dessen Zeichnungen und Aquarellen vom alten Frankfurt das Museum 2022 die Ausstellung „Alles verschwindet“ widmete.
Neben der Förderung einzelner Digitalprojekte dient das Digitalisierungsbudget der Einrichtung häuserübergreifender Standards und Strukturen. Dementsprechend wurde u. a. die zentrale Datenplattform METAhub-Framework weiterentwickelt, neue Softwarestandards etabliert und eine Digitalisierungswerkstatt für alle Museen eingerichtet.
Eine erweiterte Auswahl von Projekten, die seit 2020 maßgeblich gefördert wurden, finden Sie im Anhang.
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10.03.2026
Dezernat Kultur und Wissenschaft
Pressesprecherin und Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit
Hanna Immich
Brückenstraße 3-7
60594 Frankfurt am Main